6. Juli 2026

In der Nacht hatte es geregnet – in den Morgenstunden sogar ziemlich heftig. Und das sollte nicht der einzige Regen sein heute. Schon beim Abmarsch um 6:30 Uhr war klar, heute werden wir wohl nass werden. Und so kam es dann auch…

Nachdem wir diesmal wieder pünktlich vollzählig waren, nahmen wir motiviert und voller Vorfreude die dritte Etappe zu unserem Ziel am Sonntagberg in Angriff. Bereits beim Anstieg zur ersten Andacht war es kühl und zwischendurch nieselte es auch ein wenig, zum Wandern und Wallfahrten aber ideale Voraussetzungen.

Nach der Andacht ging es weiter zur Rast beim „Mostbauern“ der Familie Baumgartner. Und schon wie in den Vorjahren gab es auch heuer wieder süße und knusprige Köstlichkeiten aus der Bäckerei, zum frischen Gebäck wurde Kaffee gekocht und Most sowie Apfel- und Birnensaft kredenzt. Da wir auch heuer etwas Zeitreserve hatten, konnten wir etwas länger sitzen bleiben, bevor wir uns frisch gestärkt wieder auf den Weg machten und oben auf der Kuppe wieder ein Gruppenfoto gemacht wurde. Für den Blick zur Basilika wurde zwar ursprünglich ein „Loch“ freigehalten, doch dort stellte sich dann (unabsichtlich) der Fotograf selbst hinein, nachdem der Selbstauslöser der Kamera aktiviert war. Tut mir leid!

Nachdem zuvor beim Mostbauern sogar die Sonne herauskam, kam jetzt der Regen. Der Wind peitschte die Regenponchos durch und das Wasser kam waagrecht daher. Fotografieren zwecklos, es schüttete wie aus Kübeln. Doch nach wenigen Minuten war der Spuk auch schon wieder vorbei und den Rest des Tages schien es nun trocken zu bleiben. Schon bald konnten wir den Regenschutz wieder einpacken.

Die letzte Steigung des Tages führte uns dann endlich auf den Sonntagberg, wo wir durch den Wald schon das „Hallelujah“ für den Einzug – wie im Vorjahr mit dem etwas abgewandeltem „Kernöl-Text“ – übten. Oben wurden wir heuer wieder von den Radfahrern und einigen weiteren Mariazellern erwartet, nahmen dann wieder geordnete Aufstellung an und zogen wie jedes Jahr mit einem von inzwischen vier Gitarristen begleiteten Hallelujah in die Basilika am Sonntagberg ein – nach drei Tagen Fußmarsch immer wieder ein sehr ergreifender und berührender Moment. Es war wieder einmal geschafft! Das Gefühl kann man nicht in Worte fassen, das muss man erlebt haben.

Nach einer herzlichen Begrüßung durch den Superior Pater Franz wurde vor dem Altar ein abschließendes Gruppenfoto geknipst, danach ging es wie immer zunächst zum Mittagessen ins Gasthaus Lagler. Gemeinsam mit weiteren Wallfahrern aus Mariazell, die die gesamte Strecke am Montag mit dem Fahrrad oder auch im privaten PKW zurückgelegt hatten, feierten wir dann um 16:00 Uhr den Gottesdienst, gefolgt von der Lichterprozession rund um die Basilika.

Nachfolgend die Bilder vom Montag… 

Gedanken/Gästebuch

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