Der zweite Tag unserer Wallfahrt sollte etwas heißer werden – und so kam es dann auch. Es war also angesagt, ausreichend Getränke mit auf den Weg zu nehmen.
Lunz am See, Pfarrhaus, 7:45 Uhr: Die Gruppe macht sich abmarschbereit, in einer geordneten Zweierreihe ging es – Rosenkranz betend – das Tal entlang hinauf zum Gasthaus „Zur Paula“, wo auch heuer wieder ein Teil der Gruppe genächtigt hatte und sich dort in die geordnete Zweierreihe einsortierte.
Gebete, Andachten, aber auch viele interessante Gespräche und natürlich viel Musik begleitete uns auch heuer wieder auf unserem Weg durch die wunderschöne Landschaft, bis wir mittags dann den nächsten Fixpunkt der Wallfahrt erreichten – die Kirche in Maria Seesal, auch heuer wieder über die neue „Aufstiegsvariante“, um die „vielen Gäste“ im dortigen Fasten- und Pilgerhaus nicht zu stören. 😉
Dort wartete bereits unser Gepäcktransporter Bernhard und auch Pater Christoph, der mit dem Auto aus Mariazell gekommen war, um dort mit uns Wallfahrern den Sonntagsgottesdienst zu feiern. Danach ging es heuer erstmals nicht ins Tal, denn das Gasthaus war inzwischen geschlossen worden. Stattdessen wurden wir ein paar hundert Meter weiter oben bei einem großen Haus freudig empfangen. Dort hatte man schon Tische und Bänke in der schattigen Garage aufgestellt und Toni wartete mit kühlen Getränken und gegrillten Cevapcici auf die hungrige (und natürlich auch durstige) Wallfahrerschar.
Jetzt folgte erst einmal eine ordentliche Stärkung und zum Abschluss gab es von unserer Gastgeberin noch selbstgemachte Schaumrollen zum Dessert. Vielen herzlichen Dank für die Gastfreundschaft!
Frisch gestärkt nahmen wir dann den Rest der Sonntagsetappe bis nach Ybbsitz in Angriff, und schon nahezu brütende Hitze war unser Begleiter bis zum traditionellen Gruppenfoto bei der Erlebnisbrücke. Weiter ging es nach Ybbsitz, wo auch heuer unbedingt wieder jemand beim Brunnen nass werden musste.
Nach einer Andacht in der Pfarrkirche Ybbsitz sollte es eigentlich zu Maria in das Gasthaus „Zum Goldenen Hirschen“ gehen, doch obwohl wir angemeldet waren, hatte es sich Maria offenbar kurzerhand anders überlegt und das Gasthaus wegen Betriebsurlaub geschlossen. In unserem alten Stammlokal „Bella Milano“, das jetzt anders heißt und einen neuen Pächter hat, fanden wir dann aber Unterschlupf im Gastgarten. Der Wirt war auf diesen „Ansturm“ allerdings nicht vorbereitet (wir waren ja auch nicht angemeldet), und so hatte er wohl alle Hände voll (und letztlich auch sehr sehr lange) zu tun, um unseren Hunger und unseren Durst zu stillen.
Die Jugend zog es vor, sich aus Waidhofen Pizza liefern zu lassen und den Abend vor dem Pfarrheim ausklingen zu lassen, andere wiederum genossen den warmen Sommerabend mit einer „Stehpartie“ beim kühlen Brunnen. Und einige hatten noch mit den unterschiedlichsten „Quartierproblemen“ zu kämpfen – Ybbsitz ist heuer organisatorisch wohl etwas „danebengegangen“ – trotzdem war es ein wunderschöner Tag und ein netter Abend. Und niemand musste verhungern oder verdursten.
Nachfolgend die Bilder vom Sonntag…
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Und hier noch ein relive-Link von Heinrich Karl über die Wegstrecke des zweiten Tages.